Interview mit einem Schulbuchverleger - 9/19

06.02.08, 09:22:00 von birkenbihl-akademie-de
Hier ist die neunte Episode der Reihe Fragmente, vor allem Aussagen, Monologe, Gespräche und Gerichtsthemen mit dem Titel "Interview mit einem Schulbuchverleger".

Stimmen die Interessen der Schüler und Lehrer überein? Lehrer wollen prüfungsfreundliches Lehrmaterial. Wollen die Schüler das auch?

ACHTUNG!! Liebe Hörer, bei der Nummerierung der Episoden ist ein Fehler unterlaufen: es gibt keine Episode 10, die nächste Episode ist mit der laufenden Nummer 11 gekennzeichnet.

Gesprochen von der Autorin Vera F. Birkenbihl

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  1. Heiko sagt:
    Super!
    Ich finde, im Zuge der derzeitigen Entwicklung der menschlichen Evolution, welche eine durchschnittliche Intelligenzsteigerung zwischen 19-25%/Generation beinhaltet, tut eine radikale Infragestellung der veralteten Erziehungsmethoden Not. Der im Begriff Erziehung ja buchstäblich immanente Widerspruch zur eigentlich angestrebten Wissensbemächtigung des humanoiden Nachwuchses, findet in den unzeitgemäßen Lehrmethoden letztendlich nur eine perverse Manifestation, welche wir letztendlich im gesamten menschlichen Dasein beobachten können.

    Der Ausspruch: "Wissen ist Macht!", gilt nicht erst seit gestern. Sondern um so mehr, in Zeiten globaler Vernetzung, was der Menschheit durch Multilingualität und vereinfachte Zugänge zu Wissen aller Art, die Bildung quasi ins Wohnzimmer katapultiert, und somit einigen Möchtegerneliten natürlich ein Dorn im Auge sein muss, wenn der Status Quo: Unterdrückung der ungebildeten Masse, aufrecht erhalten werden soll.

    Deshalb sprechen die Oberen von Bildung und Erziehung, etwas machen, herstellen, zurecht formen, nicht von Bemächtigung.

    Wie sagte Nietzsche? Der Mensch ist etwas, dass überwunden werden muss!

    Jetzt müsste man nur noch den folgenden Generationen das Recht zugestehen, das sie es besser machen dürfen als wir, Zeit dafür ist es allemal.
  2. tivo sagt:
    Ich bin mir (für Deutschland) nicht sicher, ob es noch ein wirklich BEWUSSTES Niedrighalten der bildungsfernen Menschen gibt (Zitat Heiko: " ... der Status Quo: Unterdrückung der ungebildeten Masse, aufrecht erhalten ... "). Oder vielmehr bezweifle ich, ob dies, sofern es noch auftreten sollte, einen relevanten Einfluss haben kann.

    Ich schätze vielmehr, dass das momentan verbreitete Verhalten und die Einstellungen (nicht allein gegenüber Bildung sondern gegenüber jeglicher Neuerung/Innovation), kurz das "Normale", ganz überwiegend unkritisch übernommen und imitiert werden. Ich sehe also weniger ein paar bewusst "böse" als eher abertausende unbewusst "unkritische und unkreative" Menschen, die aus ihren Normalitäts-Dauerschleifen nicht herausbrechen - noch nicht.

    Trotzdem glaube ich, dass wir vor einem Durchbruch stehen zu einem neuen, echten Bewusstsein - eigentlich lässt sich dies auch gar nicht vermeiden; die Welt entwickelt sich weiter und es bleibt nur "den Dinosauriern zu folgen" oder sich anzupassen. Momentan folgen wir überwiegend noch den Dinos, da dies bequemer und selbstverständlicher erscheint oder einfach "normal" ist (vertraute Strategien für völlig neue Situationen; dies kann funktionieren, muss aber nicht zwangsläufig). Dabei erzeugen wir aber mehr und mehr an ungelösten Problemen, die sich immer weniger ignorieren lassen und mehr und mehr Leidensdruck erzeugen, der ab einen gewissen Punkt bewusst wahrgenommen wird. So kommt das Unbewusste ins Bewusste und es wächst die Chance für geöffnete Köpfe.

    Viele Grüße, tivo

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